Wohnerfahrung mit Fremden

"Wohnerfahrung mit Fremden". So hieß das Motto des diesjährigen Begegnungestages mit Freundinnen und Förderern der Jesuiten im Großraum Essen. Etwa 70 Interessierte folgten gespannt den Ausführungen von P. Lutz Müller SJ und P. Ludger Hillebrand SJ, die über das Zusammenleben mit Flüchtlingen in ihrer neugegründeten Kommunität im renovierten Pfarrhaus von St. Elisabth in Essen-Frohnhausen berichteten. Bruder Dieter Müller SJ, der über das Frans-van-der-Lugt-Haus, das neue Projekt des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in München, referierte, wurde mit vielen Fragen fast "durchlöchert". Man merkte - es waren eine ganze Reihe in der Flüchtlingsarbeit Engagierte im Publikum. Für den einen oder anderen Lacher sorgten natürlich die Erlebnisse, wie es so zugeht in dieser Männer-WG im "Abuna-Frans-Haus", wo derzeit sechs Flüchtlinge aus Syrien, Nigeria und dem Libanon sich mit den beiden Jesuiten den Gemeinschaftsraum und somit auch Kochen und Putzen teilen. Die praktischen Erfahrungsberichte wurden dann mit dem mehr wissenschaftlichen Blick auf den interreligiösen Dialog durch P. Prof. Hans Waldenfels SJ abgerundet. Begeistert waren die Teilnehmer von der Möglichkeit des persönlichen Austauschs, der Besichtigung des Hauses, der Kirchenführung. "Wir sind froh, dass die Jesuiten wieder da sind", war das mehrfach geäußerte Echo.